Ein Kreislauf für Kunststoff

Für das hochwertige Recycling von PET-Kunststoffen haben wir die neue revolPET®-Technologie entwickelt. Abfall-PET wird in seine Bestandteile, die Monomere, gelöst und diese stehen einer PET-Erzeugung in Neuwarenqualität zur Verfügung. Über diesen Weg der Monomer-Erzeugung wird sichergestellt, dass ein vollständiger Rohstofferhalt im Sinne der Circular Economy gelingt. Aus Altem wird Neues.

Die Entwicklung dieser Technologie erfolgte im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt. In enger Kooperation mit dem Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik (ICTV) der Technischen Universität Braunschweig konnte ein vollständig neuer Ansatz für das Recycling realisiert werden.

Positive Ökobilanz

Die revolPET®-Technologie ist ausgesprochen effizient und klimaschonend. Die Produktion der Monomere Terephthalsäure (TA) und Ethylenglykol (MEG) ermöglicht eine Circular Economy für PET-haltige Kunststoffe. Dabei werden gegenüber der Produktion aus Rohöl mehr als 45 Prozent der CO2-Emissionen eingespart. Eine kontinuierliche Depolymerisation der PET-Polymere ist die Grundlage für eine sich wirtschaftlich selbst tragende Recyclinglösung. Diese trägt insbesondere dazu bei, Rohstoffe auch aus komplexen Verbünden wieder nutzbar zu machen.

Kurze Prozesszeiten

Eine Besonderheit der international patentierten revolPET®-Technologie ist die kontinuierliche Depolymerisation des Polyesterpolymers in seine Grundbausteine Terephthalsäure (TA) und Monoethylenglykol (MEG). Grundlage bildet eine Feststoff-Feststoff-Reaktion in einem Standardextruder. Herausragend ist hierbei das Konzept der direkten Nutzung der freiwerdenden Reaktionsenergie. Diese beschleunigt wiederum die nachfolgenden Reaktionen. Das sich selbst unterstützende System führt zu Prozesszeiten von weniger als einer Minute. In dieser Zeit werden über 95 Prozent der vorhandenen PET-Polymere zerlegt.

Begleitstoffe werden ebenfalls nutzbar

Ein großer Vorteil des revolPET®-Verfahrens ist die Toleranz gegenüber anderen Polymeren oder Stoffen: sie reagieren nicht und werden aus dem Prozess ausgeschleust und in anderen Verfahren weiterverarbeitet. So ist die revolPET®-Technologie in der Lage, PET individuell zum Beispiel aus Verbünden herauszulösen. Damit werden Roh- und Wertstoffe wieder nutzbar, die heute vornehmlich den Weg in die Verbrennung oder auf die Deponie finden.

Der Extruder ist das Herzstück für das hocheffiziente Kunststoffrecycling von RITTEC.

Unsere Projektpartner

Forschung ist immer dann erfolgreich, wenn kompetente Partner sich zusammenschließen.

Die revolPET®-Technologie wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Plastik in der Umwelt“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Weitere Projektpartner sind die Technische Universität Braunschweig mit den Instituten für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik sowie für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie, die Reclay Systems GmbH, Köln, die SCHILLER Apparatebau GmbH, Essen, sowie die VTU Engineering Deutschland GmbH, Braunschweig.

Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik (ICTV), TU Braunschweig

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Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF), TU Braunschweig

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Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie

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Reclay Materials GmbH

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VTU Engineering Deutschland GmbH

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Schiller Apparatebau GmbH

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